Die Karte lesen
Heute liegt jeder Ladepunkt ganz links. Die Aufzeichnung des Betriebszustands hat begonnen, aber sie ist noch zu kurz für eine Aussage. Die Karte zeigt einen Bestand, über den wir Standort und Technik kennen — und noch nicht, wie verlässlich er ist.
Zuverlässigkeit lässt sich nicht aus einem Standort ablesen. Sie braucht eine Zeitreihe: Wann war ein Ladepunkt frei, wann besetzt, wann gestört — über Monate.
Für einen Teil des Bestands läuft diese Aufzeichnung inzwischen: Der Betriebszustand wird stündlich festgehalten. Sie ist aber erst wenige Stunden lang, und das Verfahren misst die Halbwertszeit aus der Historie selbst — dafür braucht es Monate.
Deshalb glüht heute nichts, und deshalb steht auf dieser Seite keine Rangliste. Ein Wert ohne Grundlage wäre schlimmer als kein Wert.
Was heute messbar ist
Die Stammdaten sind vollständig. Entscheidend ist die Kennung, über die ein Ladepunkt seinen Betriebszustand meldet — die EVSE-ID. Ohne sie bleibt ein Ladepunkt statistisch unsichtbar.
Dasselbe europäische Recht, dieselbe Frist, dieselbe Pflicht. Der Unterschied liegt nicht in der Sache, sondern darin, wie ein Land seine Meldung führt — und er entscheidet, ob sich Zuverlässigkeit überhaupt messen lässt.